Wie du schnell und einfach Google Shopping für Shopware einrichtest

Wie du schnell und einfach Google Shopping für Shopware einrichtest

Hendrik Bonke 20. April 2018 0

Google Shopping ist für viele Onlineshops ein echter Umsatzbringer. Aber wie verbinde ich meinen Shopware Shop mit dem Werbekanal "Google Shopping" und was muss ich dabei beachten? Wir haben die Anleitung dafür - viel Spaß!

(Lesedauer ~5 Minuten)


Sicher bist du Google Shopping schon einmal begegnet. Es handelt sich um die Bilderanzeigen in der Google-Suche. 

google shopping bilder suche

Entgegen der normalen Google Adwords Anzeigen können wir hier also direkt visuell Punkten.

Aber wie stellen wir das nun mit unserem Shopware Shop an? Ganz einfach - das Einzige was man dafür benötigt ist ein Google AdWords und ein Google Merchant Account.

Ist kein passender Account vorhanden? - Keine Sorge, du kannst dir hier ein Google Merchant Center Account erstellen und hier ein Google AdWords Account.

Worin unterscheiden sich diese Accounts?

Im Grunde ist eine Google Shopping Anzeige natürlich Werbung, deshalb läuft die Finanzierung über Google AdWords.

Das Google Merchant Center ist hingegen für die Verwaltung der Produkte zuständig.

Deshalb benötigst du diese 2 Accounts um deine Shopping Anzeige zu verwalten.

Wie bringe ich meine Produkte vom Shopware Shop ins Google Merchant Center?

Shopware bietet eine vorgefertigte Produktexport Vorlage, die nur wenige Handgriffe für den Feinschliff benötigt. Wir gehen also in das Shopware 5 Backend und gehen unter den Menüpunkt "Marketing". Von dort aus gehen wir auf den Punkt "Produktexporte".

Keine Sorge - Wenn man sich kurz reinfuchst, wird alles sehr verständlich sein.

Zunächst suchen wir die Vorlage mit dem Titel "Google Produktsuche", mit den Dateinamen "export.txt". Diese bearbeiten wir nun ein bisschen, damit der Export ohne Probleme durchlaufen kann.

Im Grunde muss nun das Template der Kopfzeile entsprechen. Das heißt, dass in der Spalte "id" die Artikel Id landen muss. Diese muss einzigartig sein.

So sieht die Standard Kopfzeile aus:

{strip}
id{#S#}
titel{#S#}
beschreibung{#S#}
link{#S#}
bild_url{#S#}
ean{#S#}
gewicht{#S#}
marke{#S#}
mpn{#S#}
zustand{#S#}
produktart{#S#}
preis{#S#}
versand{#S#}
standort{#S#}
währung
{/strip}{#L#}

Als nächstes Titel usw. Man kann sich dies wie eine Tabelle vorstellen, wo die Kopfzeile die Spaltennamen sind und das Template einfach die Daten, die dementsprechend von Shopware eingepflegt werden.

Wichtig:

Unter „weitere Filter“ die Checkbox „Nur aktive Artikel“ und „Nur Artikel mit Bildern“ auswählen.

Nur aktive Artikel mit Bilder
Sobald wir die Template Datei gepflegt haben, überprüfen wir erst einmal direkt, ob der Export ohne Probleme durchläuft. Das können wir im Menü testen. Dazu einfach auf das Blitzsymbol drücken.

Das Blitzsymbol lässt den Feed generieren
Zur Überprüfung können wir natürlich dieses Dokument über die URL aufrufen.

Wie verarbeite ich nun die Daten?

Shopware verwendet auch für die Produktexporte die sogenannte Template Engine „Smarty“. Mit dieser ist es auch möglich direkt Daten einfach zu formatieren.

Dadurch ist es natürlich möglich, zu lange Artikelbezeichnungen zu kürzen, Sondersymbole zu ersetzen usw.

Du findest hier die deutsche Dokumentation für Smarty.

Wie arbeite ich denn mit Smarty?

Da es in diesem Blogbeitrag hauptsächlich um Google Shopping geht, findest du hier einen Beitrag wie man Smarty verwendet. Wenn du dich auch für Template-Erstellung interessierst, kannst du natürlich auch unser Livestream besuchen. Dort kannst du auch jede Menge an Wissen über Smarty gewinnen.


Der Produktfeed im Google Merchant Center

Jetzt kommen die Accounts ins Spiel. Wir gehen nun ins Dashboard vom Google Merchant Center und verknüpfen zunächst unseren AdWords Account mit dem Merchant Center Account

Das machen wir über dem Menüpunkt „Kontoverknüpfung“

Das 3 Punkte Symbol lässt die Optionen auftauchen
Hier wählen wir entweder unseren AdWords Account aus, welcher auf der gleichen Email läuft, oder erstellen uns kurzer Hand einen.

adwords - Ein Klick auf Verknüpfen genügt

Google Shopping Feed erstellen

Jetzt navigieren wir zu "Feeds" und erstellen uns einen unter Artikel -> Feeds.

Nach Klick auf das Plus-Symbol wählen wir zunächst die Sprache und das Zielland aus.

feed erstellen artikel hauptfeed plus
Danach geben wir den Namen des Feed an. In diesem Fall entschied ich mich für „Test-Feed“ und wählen den Punkt „Geplanter Abruf“ aus.

feed erstellen - Geplanter Abruf, ruft nur einen Link auf
Zuletzt geben wir hier nun noch den Dateinamen an. Hier kannst du natürlich auch kreativ sein, aber sinniger wäre es den Namen des Exportes (in Shopware) zu nehmen.

Wir ergänzen noch die Zeitzone und fügen die Datei-URL ein. Diese bekommen wir, wenn wir über Shopware den Export aufrufen (Blitz-Symbol oder Dateinamen).

google shopping feed erstellen datei URL eingeben

Jetzt rufen wir ein weiteres mal den "Feed" Reiter auf und öffnen den hochgeladenen Feed. Wir rufen dort Option über das "3 Punkte Symbol" auf und wählen "Jetzt abrufen" aus.

Die Datei wird nun abgerufen und anschließend verarbeitet.

Nachdem das passiert ist, prüfen wir ob alles ohne Probleme durchgelaufen ist. Dazu rufen wir den Feed neu auf, weil jetzt ein neuer Reiter geladen worden ist. Dieser zeigt an, welche Fehler aufgetreten sind und gibt sogar Beispiele an, wie man diese Fehler beheben kann bzw. zeigt die genaue Ursache an.


Google Shopping Kosten für Shopbetreiber

Ohne Moos nix los - wie schon am Anfang angesprochen wird ein Adwords Account benötigt um die Kosten zu verwalten. Wir gehen nun auf unser AdWords Dashboard und wählen den Reiter "Kampagnen" aus.

Dort erstellen wir uns eine Kampagne, indem wir auf das große Plus drücken.

Wir wählen dort "Shopping" aus, da wir Google Shopping anzeigen schalten lassen wollen.

Dort kannst du auch aussuchen, wo der Fokus deiner Anzeige liegen soll und die Kampagne benennen.

Jetzt kommen wir ans Eingemachte: die Kosten. 

Im Grunde funktioniert es hier ähnlich wie bei Google Adwords. Das höchste Gebot bekommt den besten Platz im Google Shopping Angebot. 

Ganz wichtig ist hier eine stetige Analyse der Rentabilität. Probiere verschiedene Kampagnen mit verschieden hohen Geboten, um das bestmögliche Resultat zu erzielen.

Unter Budget versteht Google dein Schmerzlimit pro Tag. Heißt also, du setzt dadurch eine Obergrenze, welche bei erreichen die Kampagne deaktiviert. Zu viele Besucher können deinen Geldbeutel also nicht sprengen ;-)

Abschließend benennen wir unsere Anzeigengruppe und geben hier unser Gebot an. 

Nach dem Speichern sollte unsere Kampagne live sein und in den Google Suchergebnissen erscheinen.

Viel Erfolg!


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