Tipps, Hilfen, Förderungen - Alle Infos zur Coronakrise

Tipps, Hilfen, Förderungen - Alle Infos zur Coronakrise

Claudia Wergin 26. März 2020 0

Covid-19 aka das Coronavirus  - Zwei Begriffe, dieselbe Bedeutung. Man hört derzeit nichts anderes mehr und kein Thema ist derzeit so wichtig wie dieses.

Wir wollen Euch in diesem Blogpost heute nichts von Händewaschen, Homeoffice oder #flatternthecurve erzählen.
Nein, wir möchten Euch aufzeigen was für wirtschaftliche Folgen dieser Virus aktuell mit sich bringt, wo Ihr Hilfen oder Förderungen erhalten könnt und wie Ihr, auch aus Shopbetreibersicht, am Besten mit der Situation umgehen könnt.

Wer ist betroffen?

Die Fakten: ca. 21.300 Todesfälle, etwa 115.000 Genesungen, mehr als 472.000 bestätigte Infektionen.
Von diesen 472.000 bestätigten Covid-19-Patienten sind ein Teil Arbeitnehmer, ein Teil Geschäftsführer, manche sind Lieferanten, Produzenten usw. Es sind all diese, die unsere Wirtschaft am laufen halten und dafür sorgen, dass der Arbeitsalltag floriert. Eigentlich. 

Doch aktuell sieht die Sachlage anders aus. Unternehmen schicken ihre Mitarbeiter ins HomeOffice, müssen Kurzarbeit einführen oder sogar komplett ihre Produktions- oder Lagerhallen, Büros oder Läden schließen.

Produktionen müssen gestoppt werden, weil die Mitarbeiter fehlen, Lieferungen können nicht ausgeführt werden, weil die Grenzen zu sind. Die Regale in den Geschäften, aber auch die virtuellen in den Onlineshops bleiben teilweise leer, weil man nicht beliefert werden kann und teilweise stark "gehamstert" wird.

Nicht nur der Einzelhandel leidet gerade unter der aktuellen Lage, Unternehmer jeglicher Art sind derzeit davon betroffen. Und wir befinden uns gerade erst am Anfang.

Gerade aus diesem Grund ist es wichtig als Unternehmer jetzt in den Anfängen der Pandemie die richtigen Maßnahmen zu treffen und sich darüber zu informieren, wie man diese schwierige Lage am Besten meistern kann. 

Was Du als Shopbetreiber tun kannst, um die Corona Krise zu überstehen

Regel Nummer 1: Bleib am Ball und lass Dich nicht unterkriegen. Du schaffst das!
Das ist das oberste Gebot, es kommen wahrscheinlich schwere Zeiten auf alle zu, aber auch die gehen vorbei.

Sichere Dir Deine Liquidität

Denn nicht nur Du bist von der Krise betroffen, auch Deine Kunden und das kann zu Zahlungsschwierigkeiten führen. Damit Dein eigener Umsatz nicht ausbleibt, solltest Du jetzt geeignete Maßnahmen treffen.

Wenn jetzt die gewohnte Anzahl an Bestellungen ausbleiben, du keine Lieferungen mehr bekommen kannst oder Du anderweitige Probleme durch die aktuelle Situation hast, dann sichere jetzt Deine Liquidität. Wie Du das am Besten machen kannst?

1. Führe bei Bestellungen in Deinem Shopware Shop die Zahlungsarten ein, die eine sofortige Zahlung voraussetzen

Biete Deinen Kunden z. B. die Zahlungsarten "Vorkasse", "Paypal", "Kreditkarte" oder "Sofortüberweisung" an und ersetze somit Zahlungsarten wie "Kauf auf Rechnung".

Wenn Du Bestellungen hast, dann lasse Dir das Geld vom Kunden vorab überweisen. Hier sicherst Du Dir in sofern Deine Liquidität, indem Du vermeidest, auf offenen Posten sitzen zu bleiben. 

2. Sprich mit Deinem Steuerberater über Deine Möglichkeiten in der Corona-Krise

Und das am Besten asap! Es gibt die Möglichkeit Anträge beim zuständigen Finanzamt zu stellen, um z. B. den Erlass auf Säumniszuschläge zu erwirken, die Einkommens-/Körperschafts-/Gewerbesteuer stunden zu lassen oder die Vorauszahlung der Einkommens-/Körperschafts-/Gewerbesteuer herabzusetzen.

Wichtig: Hier sprich aber bitte mit Deinem Steuerberater und lass Dich über Deine individuellen Möglichkeiten genau beraten. Jeder Fall ist anders und ob und inwiefern Du diese Anträge stellen kannst, hängt von Deiner wirtschaftlichen Situation und vielen anderen Kriterien ab.

Ich verlinke Dir hier einmal eine Übersicht des Steuerberaterverbandes zu den aktuellen Maßnahmen, damit Du nochmal einzelne Infos nachlesen kannst.

3. Melde Dich bei Deiner Bank, wenn nötig

Sollte der Gürtel bis zum Anschlag eng sitzen, melde Dich einmal bei Deiner Bank und lass Dich dort beraten. Ggf. hast Du die Möglichkeit Mittel zu beantragen, die Dir jetzt helfen können.

4. Falls Deine Mitarbeiter in Quarantäne kommen...

... dann hast Du auch hier Möglichkeiten! Wenn einer Deiner Mitarbeiter, oder mehrere, in Quarantäne kommen, können sie logischerweise nicht arbeiten, kosten Dich aber trotzdem Geld.

Kommt Dein Mitarbeiter durch eine Infizierung mit mit dem Coronavirus in Quarantäne, ist der Lohn ist ganz normal weiterzuzahlen, als sei er "normal erkrankt". Die angeordnete Quarantäne ändert nichts daran.

Aber kommt er wegen Verdacht auf eine mögliche Infizierung mit Covid-19 in Quarantäne, greift hier § 56 des Ingektionsschutzgesetz (IfSG). 
Danach erhält Dein Mitarbeiter eine Entschädigung für die ersten 6 Wochen in Quarantäne, diese zahlst Du als Arbeitgeber als Nettogehalt aus. ABER du kannst hier einen Antrag stellen und bekommst diesen Betrag von den Behörden dann erstattet. Ab der 7. Woche Quarantäne zahlen dann die Behörden eine Entschädigung in Höhe des Krankengeldes direkt an Deinen Mitarbeiter.

Weitere Infos dazu findest Du hier: Entschädigungen nach dem Infektionsschutzgesetz bei Tätigkeitsverboten und Quarantäne

Nimm Förderungen und Lösungen wahr, die Dir speziell in der Corona-Krise angeboten werden

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sagt: "Das Wirtschaftsministerium hilft Ihnen - schnell und unbürokratisch. Die notwendigen Maßnahmen werden am Geld nicht scheitern, denn wir haben in den letzten Jahren erfolgreich gewirtschaftet. Wir lassen niemanden alleine!" Und diese Möglichkeit solltest Du nutzen.

Das Bundesminesterium hat am 23.03.2020 die Eckpunkte für einen weitreichenden Schutzschirm beschlossen. Was das bedeutet? Ich erklär's Dir:
Die Bundesregierung hat Hilfsmaßnahmen auf den Weg gebracht, um Dich in der Krise zu unterstützen.

So gibt es nun Direktzuschüsse für Kleinunternehmer und Selbstständige als sogenannte Soforthilfe. Diese gilt für kleine Unternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen und Selbstständige sowie Freiberufler, die durch die jetzige Krise in Not geraten sind.
Du kannst bis zu 9.000 € als Einmalzahlung für 3 Monate erhalten, wenn Du bis zu 5 Vollzeitbeschäftigte hast und bis zu 15.000 € als Einmalzahlung für 3 Monate, wenn Du bis zu 10 Beschäftigte hast. Die Anträge zu dieser Förderung, werden bald zur Verfügung gestellt. Die Abwicklung der Hilfe erfolgt über die jeweiligen Bundesländer.
Ich verlinke Dir weiter unten einmal die Seite vom bmwi (Bundesminesterium für Wirtschaft und Energie). Dort kannst Du dann nochmal nachschauen und nachlesen.

Musst Du Kurzarbeit anmelden, kannst Du das Kurzarbeitergeld nun einfacher und zu besseren Bedingungen in Anspruch nehmen.
Die Sozialversicherungsbeiträge werden voll übernommen und auf die Anrechnung eines Entgelts wird hier vorübergehend verzichtet.
Anträge hierzu bekommst Du bei Deiner zuständigen Agentur für Arbeit, diese werden auch von dieser im Einzelfall auf die erfüllten Voraussetzungen für die Gewährung des Kurzarbeitergelds geprüft.

Solltest Du kurzfristig eine Finanzspritze benötigen, so gibt es nun Liquiditätshilfen, die Dir, sowie anderen mittelständigen und großen Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und freien Berufe, zur Verfügung stehen.
Die Mittel für das sogenannte KfW-Sonderprogramm 2020 sind unbegrenzt und bieten Dir verbesserte Kreditbedingungen, solltest Du diese in Anspruch nehmen wollen.

Darüber hinaus gibt es nun auch einen Wirtschaftsstabilisierungsfonds, der ein Volumen, und nun halt Dich fest, von bis zu 600 Milliarden Euro fasst.
Damit sollen ebenfalls Finanzierungsengpässe beseitigt, die Kapitalbasis von Unternehmen verstärkt und auch die Refinanzierung am Markt verbessert werden.
Der Fonds kann sich zeitlich begrenzt auch direkt an Unternehmen beteiligen und bietet auch Unterstützungsmöglichkeiten für systemrelevante kleinere und in kritischer Infrastruktur sich befindenden Unternehmen an.

Wichtig: Weitere Informationen über die Unterstützung, Förderung und Maßnahmen für Dich und andere Unternehmen, kannst Du Dir HIER einholen.

Bleib auf dem Laufenden und informiere Dich regelmäßig

Wissen ist Macht, vor allem zur jetzigen Zeit. Gerade jetzt ist wichtig gut informiert zu sein. Daher solltest Du sicher stellen, immer auf dem neuesten Stand zu sein. 

Wenn Du Dich über aktuelle Nachrichten zum Thema Covid-19, Veröffentlichungen der EU-Kommission oder Bundesregierung informieren möchtest, schau mal bei der DW vorbei, hier gibt es einen Corona-Live-Ticker, der Dich mit jeglichen Infos bzgl. Wirtschaft, Regierung, News aus dem Ausland und vielem mehr versorgt.

Aktuelle Nachrichten zum Thema findest Du auch auf der Seite vom Enterprise Europe Network.

Außerdem hat die IHK München auch einen sehr umfassenden Artikel über die Auswirkungen des Coronavirus für Unternehmen geschrieben und informiert im Zuge dessen auch über Hilfen, Förderungen etc. zu diesem Thema.

Interessierst Du Dich für die Lage in Deutschland, was die Zahlen der Infizierten angeht, so schau beim COVID-19-Dashboard vorbei. Hier erhältst Du immer die neuesten Zahlen.

Und auch, wenn ich Dir die Seite des Minesteriums für Wirtschaft und Energie bereits verlinkt habe, hier nochmal die Infos zu den Auswirkungen, Förderungen und Unterstützungsmöglichkeiten vom Staat.

Und das Wichtigste zum Schluss

Viele sind verunsichert, haben Angst. Das ist verständlich, normal auch, wenn man bedenkt, dass sich niemand von uns bisher mit so einer Situation auseinander setzen musste.

Es ist neu und beängstigend. Eine Ausnahmesituation. Aber kein anhaltender Zustand. Du wirst das schaffen, wie viele andere auch. Bleib stark und gib nicht auf, dann kannst Du irgendwann zurückblicken und stolz auf Dich sein, denn Du kannst behaupten, dass Du all das hier gemeistert hast.

Bleib gesund und pass auf Dich auf. 

+++ Nachtrag 30.03.2020 +++

Weil viele kleine Unternehmen, Freiberufler und Solo-Selbstständige in NRW finanziell unter der aktuellen Krise leiden, können sie seit dem 27.03.2020 die Gelder auch online beantragen!

Näheres dazu und die Anträge findet Ihr HIER.

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