Shopware 6 ist eine Open-Source-E-Commerce-Plattform aus Deutschland und wurde von der Shopware AG mit Sitz in Schöppingen entwickelt. Die Plattform steht unter der MIT-Lizenz und kann somit kostenfrei betrieben oder in den kommerziellen Editionen Rise, Evolve und Beyond erworben werden. Shopware 6 ist der Nachfolger von Shopware 5, teilt sich aber weder Code noch Architektur mit Shopware 5.
Shopware 6 richtet sich an Händler, die ein hochperformantes Shopsystem mit viel Kontrolle und Flexibilität benötigen. Diese Flexibilität bietet der modulare Aufbau von Shopware 6, wodurch die Einbindung an unterschiedlichste IT-Infrastrukturen möglich ist. Durch den API-First-Ansatz von Shopware 6 lässt sich der Shop zudem Headless betreiben. Das eröffnet weitere Möglichkeiten im Bereich Omnichannel-Präsenz, Design und PageSpeed. Shopware ist im DACH-Raum breit verankert und profitiert somit von regelmäßigen Updates und einer hohen Anzahl an Plugins im Store. Der Shopware CEO Stefan Hamann offenbart bereits einen Blick in die Zukunft: Ein AI-Copilot ist in den neueren Versionen integriert. Shopware bewegt sich zunehmend in den Bereich Agentic Commerce, um als Shopsystem langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.
Die Community Edition ist kostenlos und vollständig nutzbar. Der Support für diese Version kommt aus der Community und die Updates über den offiziellen Release-Zyklus. Für Shops, die mit einem Entwicklerteam betrieben werden und keine Enterprise-Features benötigen, ist das eine solide Basis.
Rise ist der Einstieg in die kommerziellen Editionen. Sie richtet sich an Shops, die professionellen Support und erweiterte Marketing-Features benötigen. Dazu gehören unter anderem erweiterte Promotions und eine erweiterte Benutzer- und Rechteverwaltung.
Evolve baut auf Rise auf und ergänzt Features für komplexere Betriebsszenarien: erweiterte B2B-Funktionalitäten, Custom Pricing, tiefergehende Workflow-Automatisierung.
Beyond ist die Enterprise-Edition. Ein Highlight ist das Multi-Inventory Feature. Dieses erlaubt es dir, beliebig viele Lagerstandorte (Warenhäuser, Filialen, externe Logistiker) im System abzubilden. Die zusätzlich enthaltenen Digital Sales Rooms verwandeln deinen Onlineshop in einen virtuellen Verkaufsraum, wodurch du den Kaufprozess gemeinsam in Echtzeit zum Beispiel per Video-Live-Beratung gestalten kannst.
Mit Shopware 6 hast du die Möglichkeit, deinen Onlineshop auf einem eigenen oder gemieteten Server zu betreiben. Als Shopbetreiber profitierst du von größeren Freiheiten, hast dementsprechend aber auch größere Verantwortung und dir oder deinem Entwicklungs-Dienstleister wird ein entsprechendes Know-How abverlangt. Für Teams mit eigener Entwicklung, oder einem verlässlichen Hosting-Partner ist das nach wie vor das verbreitetste Modell.
In der Platform-as-a-Service-Variante stellt Shopware dir die Infrastruktur bereit und du betreibst darauf deine Shopinstanz. Du erhältst in diesem Fall weiterhin Zugriff auf eigene Plugins und kannst entsprechende Anpassungen machen. Der Vorteil des PaaS Modells ist, dass der Betriebsaufwand reduziert wird, während du dennoch flexibel bleibst.
Software as a Service ist das vollständig verwaltete Modell. Shopware betreibt alles, du nutzt den Shop. Für Shops mit geringem individuellen Anpassungsbedarf und dem Wunsch nach maximaler Betriebseinfachheit ist das eine gute Option. Enterprise-Anforderungen und tiefe Integrationen lassen sich damit häufig nicht umsetzen.
Die Navigation des Shopware 6 Backends gliedert sich in die folgenden Hauptbereiche:
Wer das Backend zum ersten Mal öffnet, findet sich schon nach kurzer Eingewöhnung zurecht, da die Struktur logisch aufgebaut ist und die Suchfunktion im Header beim schnellen Navigieren unterstützt.
Erlebniswelten sind das CMS-System in Shopware 6. Du kannst damit Landingpages per Drag-and-Drop gestalten. Layouts bestehen aus Sektionen, Blöcken und Elementen. Das System ist flexibel genug für komplexe Seitenstrukturen und gleichzeitig für Redakteure bedienbar, die keinen technischen Hintergrund haben.
Shopware 6 Plugins laufen direkt im Shopware-Kern und haben somit vollen Zugriff auf PHP-Klassen und die Datenbank. Das ermöglicht Plugins, die gewünschten Features individuell anzupassen. Diese Freiheit in der Entwicklung bringt eine entsprechend hohe Verantwortung in der Entwicklung von Plugins mit sich. Shopware Plugins werden entweder per Shopware Plugin Store zur Verfügung gestellt oder können individuell entwickelt werden. In jedem Fall ist darauf zu achten, dass das jeweilige Plugin mit der aktuellen Shopware Version kompatibel ist. Einige Plugins sind kostenlos verfügbar, während du andere monatlich oder jährlich mieten kannst. Mehr zum Ökosystem und was du wirklich brauchst: Shopware Plugins.
Durch das schlanke Shopsystem und die Möglichkeit, seinen Hoster individuell zu wählen, ist Shopware in der Lage, sehr hohe Ladegeschwindigkeiten umzusetzen. Gemeinsam mit dem Hoster Maxcluster haben wir eine Case Study durchgeführt. Selbst bei 5.000 Bestellungen pro Stunde zeigt Shopware 6 keinerlei Performanceeinbrüche und auch 15 Millionen Bestellungen und 600.000 Produkte konnten Shopware nicht in die Knie zwingen. Mit der richtigen Infrastruktur ist es mit Shopware möglich, einen hochfrequentierten Onlineshop mit hoher Performance zu betreiben.
Shopware 6 basiert auf Symfony (PHP) und Vue.js. Die weite Verbreitung dieser Tech-Stacks bietet den Vorteil, dass Entwickler mit bekannten Technologien arbeiten, was die Einarbeitung und Verfügbarkeit der Entwickler verbessert. Durch den API-First-Ansatz sind headless Setups möglich, bei denen das Frontend vollständig entkoppelt vom Shopware-Kern betrieben wird.
Shopware 5 hat mit Shopware 6 abgesehen vom Namen nichts gemeinsam. Die Architektur, der Tech-Stack, das Plugin-System und das Datenmodell wurden vollständig neu entwickelt. Ein Shopware-5-Plugin läuft nicht auf Shopware 6, weshalb auch der Shopware Plugin Store in zwei Bereiche unterteilt ist. Shopware 5 hat seit 31. Juli 2024 sein End-of-Life erreicht, wodurch weder Sicherheitsupdates noch Funktionsupdates stattfinden. Das erfordert ein hohes Maß an Eigenentwicklungen. Eine Migration auf Shopware 6 wird dadurch zunehmend unausweichlich.
Shopware positioniert sich mit dem Begriff "Agentic Commerce" als Plattform, auf der KI-Agenten eigenständig Aufgaben im E-Commerce vom Produktdaten-Management bis hin zu automatisierten Kaufentscheidungen auf Kundenseite übernehmen können. Der Shopware Gründer Stefan Hamann hat bereits einige Whitepaper zum Thema Agentic Commerce veröffentlicht, welche die strategische Ausrichtung von Shopware aufzeigen. Für Shopbetreiber und E-Commerce-Manager ist somit das Ziel, schon heute eine Infrastruktur aufzubauen, die eine einfache Integration von KI-basierten Prozessen ermöglicht, um für die Zukunft gut aufgestellt zu sein.
Mit dem AI-Copilot hat Shopware seit Version 6.5.1.0 eine KI-Assistenzfunktion direkt in die Administration integriert. Er hilft bei Aufgaben wie dem Erstellen von Produkttexten, dem Formulieren von SEO-Metadaten und dem Konfigurieren von Regeln. Für Teams, die Produktdaten in großen Mengen pflegen, kann das einen großen Effizienzgewinn darstellen.
Zu Shopware 7 ist bisher wenig bekannt. Für das Jahr 2026 ist kein Major Update geplant und für 2027 ist ein Update auf Shopware 6.8 geplant. Die Übergangsphase von Shopware 5 auf Shopware 6 hat außerdem gezeigt, dass selbst bei einem Shopware 7 Update noch von einem jahrelangen Support für Shopware 6 ausgegangen werden kann.


Paderborn
Technologiepark 23
33100 Paderborn
Leipzig
Berliner Straße 13
04105 Leipzig
✓ 36 Mitarbeiter
✓ Shopware Platinum Partner
✓ 40.000+ Plugin Downloads
✓ 60+ aktive Shops
✓ Full-Service Shopware Agentur
✓ 70 Shopware Videos auf Youtube
✓ Alle Shopware Zertifizierungen
Maxcluster
Shopware United
Pickware
Mollie
B2B Sellers
TimmeHosting
Händlerbund